Mineralischer Putz – Vorteile, Nachteile und Einsatzgebiete

Ein mineralischer Putz kann die Wohnqualität nachhaltig steigern und ein gesundes Raumklima erzeugen. Für den Innen- und Außenbereich gibt es jedoch verschiedene Zusätze. Welcher mineralische Putz eignet sich am besten für den Außenbereich und welche Vorteile hat man, wenn man einen Mineralputz anwendet? Der folgende Beitrag informiert kurz und knapp über die bestehenden Möglichkeiten, Vor- und Nachteile.

Was ist ein mineralischer Putz?

Mineralien sind sogenannte kristalline Stoffe, die aus Gesteinen gewonnen werden. Anorganische, mineralische Bindemittel, wie z.B. Kalk und Zement werden für Mineralputze verwendet. Zement enthält mehrere Minerale, wobei Kalk lediglich aus einem Stoff besteht. Der Zement beinhaltet in der Regel kristalline Stoffe wie z.B. Kalk, Quarzit, Roteisenerz oder Tonerde. Zusätzlich enthält der mineralische Putz, sogenannte Zuschläge. Diese sind z.B. Sand oder unterschiedliche Granulate. Den Putz kann man als Akustikputzvariante oder als Wärmedämmputz auftragen.

Ein mineralischer Putz als Leichtputz?

Ein mineralischer Putz kann ebenso gut auch als Leichtputz eingesetzt werden. Hierzu wird bei der Herstellung darauf geachtet, dass die Rohdichte des Produkts geringer ist als beim herkömmlichen Mineralputz. Somit ist ein mineralischer Putz auch geeignet für Untergründe, die keine ausreichende Festigkeit aufweisen.

Welche Vorteile hat ein mineralischer Putz?

Ein mineralischer Putz weist eine hohe Diffusionsfähigkeit auf, das bedeutet, dass der Putz die Feuchtigkeit gut aufnehmen und diese ebenso leicht wieder abgeben kann. Der mineralische Putz wirkt von Natur aus alkalisch und ist daher besonders robust gegen Schimmelpilze. Der Mineralputz hat zudem den Vorteil, dass er auch bei lockeren Untergründen angewendet werden kann. Es gibt Zusätze, die dem Mineralputz beigemischt werden können, die es ermöglichen Schall und Wärme zu isolieren. Mit dem passenden Erstarrungsbeschleuniger kann man einen zügigen Trocknungsvorgang herbeiführen. Mineralputz gibt es als Oberputz-, Unterputz- und lässt sich als Teilmaßnahme für Wärmeschutz und Schalldämmung einsetzen. Die Anwendung ist vielfältig, daher ist der mineralische Putz sehr beliebt.

Welche Nachteile hat man mit mineralischen Putzen?

Im Gegensatz zu Harzputzen ist der Mineralputz leichter anfällig für Rissabzeichnungen. Vor Allem Zementputze halten den Spannungsfeldern des Putzuntergrundes nur schwer Stand und neigen schnell zur Rissbildung.

Wann kommt ein mineralischer Putz zum Einsatz?

Für den Außenbereich und Innenbereich bestens geeignet:
Für den Außenputz wird idealer Weise Kalkzementputz verwendet. Die Kalkzugabe sorgt dafür, dass der Putz widerstandsfähiger wird und weniger Porosität aufweist. Im Außenbereich darf keines Falls ein Luftkalkputz oder ein hydraulischer Kalkputz angewendet werden, da diese Putze den Witterungseinflüssen nicht Stand halten können. Die Wettereinflüsse, Regen und Nässe führen bei diesen Kalkputzarten zur Bindemittelauswaschung. Für stark bewitterte Fassaden und Gebäudewandflächen im Außenbereich eignet sich am besten ein hochhydraulischer Kalkputz, denn dieser ist nicht wasserlöslich. Für den Innenbereich stehen verschiedene Ausführungen zur Auswahl, die dämmende und akustische Schutzmaßnahmen unterstützen.

Warum sollte man einen Mineralputz verwenden?

Ein mineralischer Putz wird mit Hilfe von natürlichen kristallinen Stoffen hergestellt und eignet sich daher für Menschen, die großen Wert auf eine gesunde Wohnqualität legen. Mineralische Putze lassen sich leicht verarbeiten z.B. als Rollputz einfach auftragen. Somit haben auch Laien kein Problem, den Putz fachmännisch aufzutragen.

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